Der älteste Schwibbogen stammt aus dem Jahre 1740 und besteht aus Metall. Das für die Bergbauregion typische Material wurde viele Jahrzehnte zur Herstellung der Lichterbögen verwendet. Die verwendeten Motive hatten ihren Ursprung im christlichen Glauben und symbolisierten zu Beginn das Antlitz des Himmels, aus der Sicht eines jeden Menschen. Das halbe Rund wurde mit Sternen und ähnlichen Dingen geschmückt.
Mit der Zeit entwickelten sich dann immer mehr Motive und der Schwibbogen wurde zum Schmuck vieler Kirchen und anderer öffentlicher Plätze. Diese Exemplare waren in der Regel sehr groß und spiegelten den Wohlstand der christlichen Einrichtungen wider.
Nach weit über 100 Jahren wurden dann auch Schwibbögen für den Hausgebrauch gefertigt. In handlicher Größe erstrahlten sie vornehmlich zur Weihnachtszeit in den Fenstern und auf den Tischen zahlreicher Haushalte. Durch die Fertigung aus Holz wurden zum Einen weitere Motive möglich und zum anderen sank der Preis.
Mittlerweile hat sich der Schwibbogen zu einem Verkaufsschlager auch weit außerhalb des Erzgebirge gewandelt. In verschiedensten Farben und Formen, mit immer mehr Motiven und auch immer größer erfreut der Lichterbogen aus dem Erzgebirge mittlerweile Menschen in der ganzen Welt.